» Einige der Freundschaften, die ich dort geschlossen habe werden mir vermutlich ein Leben lang bleiben. «
Student vor einem Gebäude der University of California in Berkeley

Erfahrungsbericht von Philipp

Polytechnique Montreal in Kanada, 2022

Die Vorbereitung für das Auslandssemester bestand überwiegend im Finden einer Wohnung. Das wollte ich schon von Deutschland aus erledigen, um mich nicht vor Ort damit beschäftigen zu müssen. Der Wohnungsmarkt in Montreal stellte sich als sehr umkämpft heraus und es hat einige Zeit gedauert, bis ich eine passende WG gefunden habe. Diese lag dann in Fußentfernung zur Uni, was sehr praktisch war.

Ende August begann ich dann mein Auslandssemester mit der Einreise nach Kanada, wobei ich kein Visum benötigte, weil ich vor hatte, weniger als 6 Monate in Kanada zu bleiben. Dabei wurde ich zufällig für einen Covid-PCR Test ausgewählt, welcher jedoch negativ war.

Zu Beginn des Semesters gab es eine Einführungswoche mit vielen Veranstaltungen um die anderen Kommiliton*innen und die Uni kennen zu lernen. In der Darauf folgenden Woche begannen dann die Vorlesungen. Meine gewählten Kurse waren: Software Architecture, Software Quality, Human Centered Programming und Advanced Concepts of Cloud Computing. Schnell habe ich gemerkt, dass die Kurse in Bezug auf die Theorie ein deutlich niedrigeres Niveau haben als an der TUM. Der Fokus lag mehr auf dem praktischen und es gab sehr viele Einzel- und Gruppenaufgaben in jedem Fach. So zählte die finale Prüfung nur 20-30% der Gesamtnote, während der Rest der Note überwiegend aus Abgaben bestand.

Die Noten habe ich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht erhalten. Basierend auf den Noten der Abgaben, während dem Semester sollte ich aber alle Fächer mit gut oder sehr gut bestanden haben. Neben dem fachlichen war es mir vor allem wichtig viele soziale Kontakte zu knüpfen und das Land kennen zu lernen. Deshalb unternahm ich mit anderen Austauschstudierenden auch einige Trips in die Natur von Quebec, Quebec City, einen Campingurlaub im Nordosten der USA und einen Städtetrip nach New York und Washington. Dabei hab ich auf jeden Fall einen guten Eindruck für die Umgebung von Montreal bekommen und viele nette Menschen getroffen.

In Montreal wird sowohl Französisch als auch Englisch gesprochen. Im Alltag habe ich deshalb versucht möglichst viel französisch zu sprechen, da das von vielen in Montreal bevorzugt wird. Weil die Kurse in der Uni jedoch auf Englisch waren und nicht alle Austauschstudierende Französisch konnten, habe ich mit meinen Kommiliton*innen überwiegend Englisch gesprochen. Mein Französisch war seit der Schulzeit ein bisschen eingerostet und hat sich durch den Aufenthalt wieder merklich verbessert. Mein Englisch war vorher bereits sehr gut und hat sich deshalb nicht so viel verbessert.

Kurz vor Weihnachten (22.12.) war das Semester dann schließlich vorbei und ich bin wieder nach München geflogen, um Weihnachten daheim zu verbringen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Auslandssemester mit die beste Zeit meines bisherigen Lebens war! Einige der Freundschaften, die ich dort geschlossen habe werden mir vermutlich ein Leben lang bleiben. Ich habe sowohl die Stadt Montreal als auch die Umgebung kennen und lieben gelernt und einen tollen Einblick in das Leben in Ost-Kanada bekommen.